Schauinslandbahn: Barrierefreiheit weiter verbessert

10.04.2017 14:08

Die Schauinslandbahn legt größten Wert auf Barrierefreiheit. Mit der grundlegenden Renovierung der Seilbahnanlage und deren Gebäuden in den Jahren 2012 und 2013 wurde das Ziel des ungehinderten Zugangs für Menschen mit Behinderung nahezu vollständig erreicht. Zahlreiche Verbesserungen, wie beispielsweise die neue Homepage, trugen in den vergangenen Jahren dazu bei, die längste Umlaufseilbahn Deutschlands mehr und mehr zu einer Seilbahn für alle werden zu lassen.

Als weiteren Baustein für die barrierefreie Nutzung bieten Berg- und Talstation seit neuestem nun auch eine ‚Toilette für alle‘ an, die auch von Menschen mit Mehrfachbehinderungen genutzt werden kann. Diese Toiletten zeichnen sich durch eine besondere Schließung, eine Pflegeliege, einen Personen-Lifter sowie diverse andere Hilfsmittel aus. Am Montag, den 10. April, wurden die Toiletten offiziell vorgestellt. Nach einer kurzen Begrüßung durch den VAG Vorstand Stephan Bartosch, einem Grußwort von Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach sowie den stellvertretenden Betriebsleiter Manfred Bader stellte Jutta Pagel-Steidl, die Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen Baden-Württemberg e.V. (LVKM), das Projekt ‚Toilette für alle‘ vor.

Die ‚Toilette für alle‘ ist ein Projekt der Stiftung Leben pur. Die Stiftung setzt sich bundesweit dafür ein, dass an öffentlichen Orten solche Toiletten entstehen. Ohne geeignete Sanitäranlagen können Menschen mit komplexer Behinderung oftmals nicht am öffentlichen Leben teilnehmen. Aus diesem Grund startete das Land Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem LVKM Anfang des Jahres 2016 einen Förderaufruf hierfür. Der Umbau zur ‚Toilette für alle‘ kostete insgesamt 50.294 Euro von denen 23.650 Euro durch Fördermittel gedeckt wurden.

VAG Vorstand Stephan Bartosch erläuterte, „dass bei der Schauinslandbahn ein weiterer Schritt zur Erreichung der  Barrierefreiheit gemacht wurde“ Er erinnerte daran, dass auch noch weitere Projekte anstehen: Zum Beispiel der Bau einer barrierefreien Aussichtsplattform an der Bergstation, sowie die Umgestaltung der Bushaltestelle an der Talstation.

Freiburgs Sozialbürgermeister, Ulrich von Kirchbach, wies darauf hin, dass „die beiden Toiletten für alle zeigen, wie ernst die Stadt Freiburg und ihre Gesellschafter das Thema Barrierefreiheit nehmen. Denn Inklusion bedeutet überall teilhaben zu können und dass wir uns alle auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen einstellen.“.

Erfolgreiche Revision und weitere Fahrgastrekorde
Neben den täglichen, wöchentlichen und monatlichen Kontroll- und Wartungsarbeiten wird die Schauinslandbahn jedes Jahr einer technischen Aufsichtsprüfung unterzogen. Nach der Abnahme durch das Landesbergamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau konnte die Seilbahn nach ihrer Frühjahrsrevision am 8. April wieder in Betrieb gehen.

Nachdem Anfang des Jahres der dritte Fahrgastrekord in Folge vermeldet werden konnte, sind auch die bisherigen Zahlen sehr erfreulich. Im Vergleich zu den ersten beiden Monaten im Jahr 2016 konnten die Fahrgastzahlen in 2017 um 40,2% gesteigert werden. Diese positive Entwicklung zeigt einmal mehr, dass die Schauinslandbahn ein sehr attraktives Ausflugsziel mit zahlreichen Angeboten ist. Die Barrierefreiheit ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges.

Aktionstag für Menschen mit Behinderung am 21. MaiDie Schauinslandbahn beteiligt sich seit vielen Jahren am bundesweiten Aktionstag des Verbandes Deutscher Seilbahnen für Menschen mit Behinderung. Ab einer im Ausweis eingetragenen Behinderung von 50 Prozent werden Fahrgäste der Schauinslandbahn an diesem Tag kostenlos auf den Berg und wieder ins Tal befördert, eine eingetragene Begleitperson eingeschlossen.In diesem Jahr lädt die Schauinslandbahn am Sonntag, dem 21. Mai, Menschen mit Behinderung ein, den Schauinsland aus nächster Nähe zu erleben.

Kontakt und weitere Informationen:

VAG Hotline: 0761/4511-500
E-Mail: pluspunkt(at)vagfr.de